Willkommen beim Wohnmobil-Langzeitreise-ABC!

Hast Du dich schon immer gefragt was der Unterschied zwischen Grauwasser und Schwarzwasser ist? Kannst du mit den Begriffen Dinette, Heki oder 4WD ebenso wenig anfangen wie wir vor vielen Jahren? Oder willst Du einfach nur wissen was wir alles für eine Langzeitreise/Weltreise mit dem Camper für notwendig halten?

Wir haben hier Stichpunkte die bei unserer Reiseplanung mehr oder weniger wichtig waren alphabetisch aufgelistet, bzw. sogenannte Fachbegriffe, die wir im ersten Moment nicht verstanden haben, aufgeführt und erklärt. Sollten Euch wichtige Begriffe fehlen, freuen wir uns auf Eure Anregung unter hello@happy2travel.de

A

  • Absorberkühlschrank: Sind die häufigsten Kühlschrank-Typen im Wohnmobil. Der Betrieb ist mit 12 sowie 230 Volt und mit Gas möglich. Eine Alternative ist der Kompressorkühlschrank, welcher über die 12 oder 24 Volt Bordbatterie läuft und auch bei hohen Temperaturen besser kühlt als ein Absorberkühlschrank, jedoch nur mit Strom läuft.
  • Abwassertank: Fängt das gebrauchte Wasser aus dem Spülbecken und Dusche auf und wird auch Grauwassertank genannt.
  • Allradantrieb (4×4/4WD): Geländetaugliches Fahrzeug bei dem alle 4 Räder angetrieben werden, damit besonders schwieriges Gelände befahren werdsen kann. Es gibt vor allem in Süd- und Nordamerika  Nationalparks die nur mit einem 4WD-Fahrzeug befahren werden dürfen.
  • Aufbaubatterie: Da ein Wohnmobil für seine Elektrik eine ganze Menge Strom benötigt, ist es unerlässlich, dass eine zusätzliche Aufbaubatterie (auch Bordbatterie genannt) verbaut wird. Diese benötigen eine sehr hohe Zyklenfestigkeit.
  • Auffahrkeile: dienen dazu ein Wohnmobil auf unebenen Stellplätzen waagerecht auszurichten. Dafür fährt man ganz einfach wie benötigt mit einem oder mehreren Rädern auf die Keile drauf.
  • Auflastung: Von einer Auflastung spricht man, wenn Wohnmobile, welche normalerweise nur ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen besitzen, durch zusätzliche Luft oder Stahlfedern sowie teilweise auch anderen Felgen ein höheres zulässiges Gesamtgewicht zugewiesen bekommen. Das ist häufig nötig, da viele Wohnmobile in der 3,5t Klasse durch ihr hohes Leergewicht nur eine sehr geringe Zuladung erlauben.
  • Aufstelldach bekannt auch als Faltdach, Hubdach oder Klappdach und ermöglichen den Innenraum von kleineren Fahrzeugen im Stand nach oben hin zu vergrößern um Stehhöe und zwei weitere Schlafplätze im Dach zu schaffen. Bekannt sind diese bereits von den ersten Westfalia-Camper auf VW-Basis. Seit wenigen Jahren sind Ausstelldächer auch für Ducato- und Sprinter-Kastenwagen verfügbar.
  • Ausstellfenster: In den allermeisten Wohnmobilen dominieren Ausstellfenster. Im Vergleich zu Schiebefenstern lassen diese sich ganz einfach nach außen aufstellen. Es gibt dabei jene, welche mit einem Rädchen stufenlos verstellbar sind und solche, welche in verschiedenen Stufen einrasten, aber keine manuelle Fixierung benötigen. Der größte Vorteil von Ausstellfenstern liegt darin, dass sie gegenüber Schiebefenstern eine deutlich bessere Durchlüftung erlauben.
  • Autarkie: Dass ein Wohnmobil möglichst autark seien soll hört man oft. Autark heißt hier lediglich, dass es unabhängig auch gern mal einzeln stehen kann. Ein Wohnmobil ist dann autark, wenn es keinen Stromanschluss benötigt und nur selten zu Ver- und Entsorgungsstationen gefahren werden muss. Maximale Autarkie erreicht man durch Solaranlagen und große Frisch- und Abwassertanks.

B

  • Basisfahrzeug: ist das Fahrgestell, auf welches der Wohnmobilaufbau gebaut ist. Als Basisfahrzeuge kommen Vans, Kleintransporter, Kleinbusse und sogar LKWs zum Einsatz. Das meist verwendete Fahrgestell in Europa ist der Fiat Ducato, bzw. Baugleich Citrön Jumper oder Peugot Boxer, gefolgt von Ford, Mercedes & Co.
  • Bedinpanel: Hier lassen sich zentral alle wichtigen Lade- und Füllstände ablesen. Zudem befindet sich dort in der Regel der Hauptschalter. In modernen Wohnmobilen lässt sich am Bedienpanel häufig die komplette Elektrik des Wohnmobils bedienen.
  • Black Water: Auch Schwarzwasser genannt ist das Abwasser aus der Toilette. Es wird in einem Fäkalientank gesammelt. Die Fäkalien werden in der Regel zur besseren Entsorgung durch einen Zerhacker zerkleinert oder durch spezielle Chemikalien aufgelöst. Es gibt auch Trenntoiletten, welche gerne aus biologischen Gründen eingesetzt werden.
  • Bordbatterie: Da ein Wohnmobil für seine Elektrik eine ganze Menge Strom benötigt, ist es unerlässlich, dass eine zusätzliche Bordbatterie (auch Aufbaubatterie genannt) verbaut wird. Diese benötigen eine sehr hohe Zyklenfestigkeit.

C

  • Campinggeschirr: Sollte robust, spülmaschinenfest, kratzfest, leicht und extrem bruchsicher sein. Hier eignet sich und ist meist verbreitet ein Geschirr aus Melaminharz.
  • Campingmöbel: Campingtische und Campingstühle gehören klar dazu, sollten klappbar, leicht und robust sein.
  • CEE: steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment. Dies ist der Standard, der für die Stromeinspeisung ins Wohnmobil gilt. Das sind die blauen, dreipoligen CEE-Steckdosen, welche fest am Fahrzeug montiert sind und auf den meisten Campingplätzen verwendet werden. Bietet der Campingplatz (Ausland häufig) nur Schuko-Steckdosen, immer entsprechende Adapter im Gepäck haben.
  • Chemietoilette: oder auch Kassettentoilette ist der verbreiteste Toilettentyp bei Campingmobilen. In einer kleinen, mobilen Kassette unter der Toilette werden die Fäkalien gesammelt. Um Gerüche zu minimieren und die Zersetzung zu beschleunigen werden oft Sanitärflüssigkeiten verwendet. Diese sind chemischer oder biologischer Natur. Alternativ lassen sich hier auch elektronisch gesteuerte Belüftungen nachträglich einbauen um für die Entsorgung nicht auf entsprechende Stationen angewiesen zu sein.
  • CI-BUS: heißt Caravaning-Industrie-BUS und basiert auf dem LIN-Bus. Dieser soll die Bedienung aller elktronischen Geräte im WoMo einfacher und komfortabler gestalten. Ziel ist es, Geräte verschiedenster Hersteller zu vernetzen und diese über ein zentrales Bedienteil zu steuern.
  • Combiheizung: haben eine Doppelfunktion. Sie sorgen einerseits für einen angenehm beheizten Innenraum, heizen aber auch das Wasser für Küche und Bad. In unseren Wohnmobilen finden Sie wohl am häufigsten die Combi Heizungen von Truma (Truma C/Truma Combi).

D

  • Dachbox: Eine Dachbox ist ein zusätzlicher Stauraum für Gepäck. Sie wird auf dem Dach des Wohnmobils befestigt.
  • Dachdurchführung: ist ein kleines verwitterungsresistentes Kunststoffbauteil, das auf dem Dach verklebt wird, um eine wasserdichte Kabeldurchführung (Solar/Sat-Anlage) in den Innenraum zu ermöglichen.
  • Dachhaube: oder einfacher gesagt Dachfenster sorgen für einen höheren Lichteinfall und eine bessere Belüftung des Reisemobils. Die Standard-Maße sind entweder 29x29cm oder 40x40xm. In vielen Wohnmobilen findet man jedoch auch deutlich größere Dachfenster mit Verdunklungsrollos und/oder Moskitonetzen. Teilweise sind sogar Ventilatoren integriert.
  • Dachzelt: Dachzelte gibt es von verschiedenen Anbietern und ermöglicht das unkomplizierte und sichere Schlafen auf dem Autodach. Meist kommen die Dachzelte bei kleineren Offroad-Fahrezeugen zum Einsatz oder als zusätzliche Schlafstube für mitreisende Gäste
  • Dieselheizung: Ist eine Alternative zur Gasheizung und wird über den Dieseltank versorgt. Es gibt auch Kombinationen mit einem Kochfeld. Diese Variante wird oft in kleinen Vans und und Bussen wie VW Bully oder Mercedes Vito verwendet.
  • Dinette: ist die Sitzgruppe im Wohnmobil mit gegenüberliegenden Sitzen und einem Tisch in der Mitte. Sind gedrehte Fahrersitze auf der einen Seite vom Tisch, spricht man von einer Halbdinette. Mit absenkbarem Tisch ist die Dinette meist zu einem schmalen Bett umbaubar.
  • Dometic: ist eine der großen Marken in der Reisemobilbranche. Es gibt wohl kaum ein Wohnmobil, welches nicht mit Bauteilen von Dometic ausgestattet ist. Besonders dominant ist Dometic bei Fenstern, Türen und Kühlgeräten.
  • Doppelter Boden: erlaubt die frostsichere Installation von Tanks und Leitungen und somit die bestmögliche Isolation des Bodens bei Campingmobilen. Bedeutet aber im Umkehrschluss auch, mehr Fahrzeughöhe und/oder tieferer Rahmen am Fahrzeug.
  • Drehkonsolen: werden bei dem (Bei-)Fahrersitz zwischen Sitzfläche und Halterung montiert und ermöglichen den (Bei-)Fahrersitz zu drehen, z.B. um als Sitzplatz an der Halbdinette verwendet werden zu können.
  • Druckregler: Damit das Gas aus Flaschen oder Leitungen nutzbar ist, muss der Druck auf 30 Millibar (mbar) reduziert werden. Dafür verwendet man Niederdruckregler. Es gibt auch Niederdruckregler, mit denen Gas aus Leitungen mit 50mbar heruntergeregelt werden kann.
  • Dumpen/Dumpstation: ist die Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser. Sollte selbstverständlich stets an dafür vorgesehenen Entsorgungsstationen (Stell- oder Campingplatz) vorgenommen werden. In der Regel handelt es sich dabei um ein Loch im Boden, das durch einen Verschluss oder einen Stein zugedeckt ist.
  • DuoControl: ist ein bewährter Gasdruckregler von Truma. Er verbindet zwei Gasflaschen und schaltet automatisch von der leeren auf die volle Flasche. Das Kürzel CS steht für Crash-Sensor und somit für die integrierte Option auch während der Fahrt Gas zum Betrieb der Heizung entnehmen zu können, da der Sensor im Falle eines Unfalls automatisch verhindert, dass Gas austritt.

E

  • EBL: steht zwischenzeitlich fast als Synonym für die Zentralelektrik im Reisemobil. Es bezeichnet im engeren Sinn aber nur die Elektroblöcke der Firma Schaudt. EBLs übernehmen die komplette 12 Volt- Verteilung, die Absicherung der 12-Volt- Stromkreise sowie weitere Steuer- und Überwachungsfunktionen.
  • Eco-Camping: Besonders umweltfreundliche Campingplätze, auf denen besonderer Wert auf Mülltrennung, Energiesparen und Wasser sparende Technologien geachtet wird. Eco-Camping wird von Umweltorganisationen und Campingverbänden getragen.
  • Efoy-Brennstoffzelle: ist ein kleines, kompaktes Gerät für die netzunabhängige, autarke Stromversorgung. Efoy lädt die Bordbatterien und verwendet als Betriebsmittel spezielle Methanol-Tankpatronen. Dies erlaubt  Energienachschub an Schlechtwettertagen, wenn die Solarpanels keinen Ertrag bringen.
  • Einfüllstutzen: hierüber kann der Frischwassertank von außen aufgefüllt werden.
  • Entlüftungssystem: wird häufig installiert um schlechte Gerüche durch die Toilettenkassette zu vermeiden. Das System filtert Gerüche über eine Kohlefiltermatte und leitet diese nach außen ab.
  • Entsorgungsstationen: können das gesammelte Grauwasser und Fäkalien entsorgt werden. Die meisten Entsorgungsstationen bieten auch eine Versorgung mit Frischwasser, Strom und Gas an.
  • Euro-Chassis: wird das Original-Chassis der PSA-Gruppe bezeichnet. Darunter versammeln sich die Basisfahrzeuge Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot Boxer.

F

  • Fähre: Manche Traumziele befinden sich auf Inseln und können nur durch eine Fährenverbindung erreicht werden wie z.B. Sardinien oder Korsika. Wir empfehlen sich frühzeitig darüber zu informieren, wie die Fähren fahren und welche Größen- und Gewichtsbeschränkungen für die jeweiligen Fähren haben.
  • Faltdach: bekannt auch als Aufstelldach, Hubdach oder Klappdach und ermöglichen den Innenraum von kleineren Fahrzeugen im Stand nach oben hin zu vergrößern um Stehhöe und zwei weitere Schlafplätze im Dach zu schaffen. Bekannt sind diese bereits von den ersten Westfalia-Camper auf VW-Basis. Seit wenigen Jahren sind Ausstelldächer auch für Ducato- und Sprinter-Kastenwagen verfügbar.
  • Fahrradträger: werden an der Heckwand von Wohnmobilen (oder an der Hecktür bei Kastenwagen) montiert und bieten Platz für bis zu 4 Fahrräder. Sie bieten den großen Vorteil, dass durch Sie kein Innenstauraum verloren geht.
  • Frischwassertank: Enthält Wasser für das Spülbecken, die Dusche und die Toilette.
  • Frost Control: ist ein temperaturgesteuertes Ventil, das (um Frostschäden zu vermeiden) bei unter drei Grad Celsius automatisch öffnet, um Wasser aus dem Frischwassertank und Boiler abzulassen. Frost Control ist manuell bedienbar.
  • Führerschein: In Deutschland können mit dem Führerschein Klasse 3 alle Wohnmobile bis 7,5 Tonnen gefahren werden. Besitzer des Führerscheins Klasse B dürfen nur Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Ab 3,5 Tonnen wird der Führerschein Klasse C benötigt. In Nordamerika, Afrika, Australien und Neuseeland genügt der Führerschein Klasse B für alle Fahrzeuge. Obwohl die meisten Länder auch den EU-Führerschein akzeptieren, ist es stets angeraten auch einen internationalen Führerschein mitzuführen, da es bei Polizeikontrollen Schwierigkeiten geben kann. Der internationale Führerschein allein genügt nicht: Das deutsche Original muss stets vorliegen.
  • Füllstandsanzeige: befindet sich häufig im Bedienpanel und stellen den Füllstand des Frisch- und Abwassertanks dar. Je nach Ausführung gibt es ebenfalls Anzeigen für Gasflaschen und Batterien.

G

  • Gas: Herd, Kühlschrank und Heizung im Wohnmobil werden durch Gas betrieben. Gasflaschen können an Tankstellen, bei Miet-Stationen und häufig auch auf Campingplätzen ausgetauscht oder aufgefüllt werden.
  • Gasanschluss: ist in Europa leider nicht überall gleich sind, ist es wichtig sich vor Antritt der Reise ausführlich darüber zu informieren, welcher Gasanschluss im Zielland verwendet wird. Es gibt jedoch für jeden Anschluss auch den passenden Adapter.
  • Gasbetrieb bei Fahrt: Heizungen und Kühlschränke dürfen auch während der Fahrt mit Gas versorgt werden. Um allerdings einen Gasaustritt beim Unfall zu verhindern, müssen alle Wohnmobile ab 2007 über eine Vorrichtung verfügen, die die Gaszufuhr bei einem Aufprall mit mehr als 15km/h unterbrechen.
  • Gasflaschenkasten: bezeichnet ein Staufach, das meist seitlich im Wohnmobil platziert, manchmal aber auch im Teil der Heckgarage oder als Heckmöbel im Kastenwagen integriert ist. Im zum Wohnraum abgedichteten Fach sind ein oder zwei Gasflaschen fixiert und der Boden muss eine Zwangsentlüftung nach außen besitzen um etwaigiges austretendes Gas nach außen abführen zu können.
  • Gasheizung: In den allermeisten Wohnmobilen werden Gasheizungen verwendet. Nur in wenigen Wohnmobilen findet man Dieselheizungen. Häufiger findet man diese noch in Kastenwagen. Normalerweise betreibt das Gas eine Warmluftheizung, manchmal jedoch auch eine Warmwasserheizung.
  • Gaswarner: sind kleine, elektrische Bauteile, das vor Gas im Innenraum warnt. Experten bieten spezielle Ausführungen für Narkosegas, LPG und Kohlenmonoxid an. Diese müssen je nach Gastyp, boden- oder deckennah montiert werden.
  • Gelbatterie: ist ein wartungsfreier, zyklenfester Bordbatterietyp, wenn Schnellladefähigkeit und hohe Stromentnahmen (Wechselrichterbetrieb) nicht im Fokus stehen. Bei Gel-Batterien ist die Säure auslaufsicher in einem Gel gebunden und können im Innenraum eines Camper verwendet werden.
  • Generator: ist ein mobiler oder fest eingebauter Stromversorger, der aus mechanischer Leistung einen elektrischen Strom schafft. Dadurch ist eine Stromversorgung auf Grundlage einer Diesel- oder Gasversorgung sichergestellt.
  • GFK-Aufbau: GfK ist ein glasfaserverstärkter Kunststoff, welcher für den Aufbau vieler Wohnmobile genutzt wird. Der Kunststoff wird dabei sowohl innen als auch außen genutzt, da er leicht zu reparieren ist und als nicht anfällig für Hagel gilt.
  • Glamping: Dazu zählen Campingplätze mit besonderen Services wie Spa, Sauna, hochwertiger Gastronomie etc. Auch Urlaub mit Luxus-Wohnmobilen wird häufig als Glamping bezeichnet.
  • GPS-Tracker /-Finder: sind versteckt im Fahrzeug montierte Ortungssysteme, sollte das Wohnmobil gestohlen werden. Die Ortung des Fahrzeuges ist somit mit einer speziellen App bei Diebstahl möglich.
  • Grauwasser: Schmutziges Abwasser aus der Dusche und dem Spülbecken ohne Fäkalien. Die Entsorgung gelingt über einen Ablass unten am Fahrzeug an nahezu allen Entsorgungsstationen.

H

  • Heckgarage: Staufach im hinteren Teil von größeren Wohnmobilen. Hier können Fahrräder, Motorroller, Campingmöbel und andere sperrige Gegenstände verstaut werden.
  • Heki: steht für Hebe-Kippdach der Firma Seitz und ist „der“ Klassiker unter den Dachfenstern im Wohnmobil. Die Fenster benötigen dringend eine technische Auffrischung in puncto Einbruchsicherheit und Fahrgeräusche.
  • Hook-Up: Wasser-, Abwasser-, Gas- und Stromanschlüsse auf Campingplätzen. Full Hook-Up beinhaltet häufig auch einen Fernsehanschluss und WLAN.
  • Hubbett: bezeichnet ein Bett welches tagüber schwebend sowie platzsparend verstaut an der Decke des Wohnmobils montiert ist. Abends schwenkt man das Bett, manuell oder elektrisch, nach unten. Es gibt Hubbetten die in Schienen geführt werden oder teils hängt es schlicht an robusten Gurten.
  • Hubdach: bekannt auch als Aufstelldach, Faltdach oder Klappdach und ermöglichen den Innenraum von kleineren Fahrzeugen im Stand nach oben hin zu vergrößern um Stehhöe und zwei weitere Schlafplätze im Dach zu schaffen. Bekannt sind diese bereits von den ersten Westfalia-Camper auf VW-Basis. Seit wenigen Jahren sind Ausstelldächer auch für Ducato- und Sprinter-Kastenwagen verfügbar.
  • Hubstützen: sorgen für eine waagerechte Ausrichtung Ihres Wohnmobils und eine höhere Stabilität. Es gibt sie manuell und in Wohnmobilen der Oberklasse auch automatisch.
  • Hubtische: sind höhenverstellbare Tische, welche häufig zum Einsatz kommen, wenn aus ihnen noch ein zusätzliches Bett gebaut werden kann.
  • Hund im WoMo: ist toll und macht Spass. Wichtig ist dabei das passende Wohnmobil zu haben damit der Hund sicher transportiert werden kann und sich dabei wohl fühlt. Ebenso muss sich jeder Hundebesitzer über einreisebestimmungen für fremde Länder informieren und einhalten.

I

  • Isolierung: Ähnlich wie in Ihrem Eigenheim ist es natürlich auch im Wohnmobil wichtig, dass es optimal gegen Kälte oder Wärme von außen isoliert ist und die gewünschte Temperatur im Wohnmobil erhalten bleibt. Dafür sorgen spezielle Schäume im Aufbau und besonders abgedichtete doppelte Scheiben. Für den Vorderwagen gibt es zusätzliche Isoliermatten.
  • iNet-Box: ist ein kleines Gerät, welches verschiedene Geräte in einem Wohnmobil vernetzt und es möglich macht, diese über eine App zu überwachen oder sogar zu steuern.
  • Integriert: Das Fahrerhaus und der Wohnbereich sind miteinander verbunden. Man kann vom Innenraum direkt die Fahrerkabine betreten, ohne das Fahrzeug zu verlassen.
  • Internationaler Führerschein: Dieser wird in einigen Ländern außerhalb der EU zum Führen eines Fahrzeuges benötigt. Der internationale Führerschein hat eine Gültigkeit von 3 Jahren und kann nicht verlängert werden. Der nationale Führerschein muss immer mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.

K

  • Kastenwagen: oder auch Van´s genannt sind kompakte Wohnmobile, welche auf Grundlage von gängigen Transportern gebaut werden. Der Aufbau wird dabei lediglich innen gefertigt, da man den Rest der Karosserie beibehält. Sie bieten in der Regel Platz für zwei Personen. Sind deutlich Sprit sparender, wendiger und einfacher zum fahren.  Viele verfügen über ein Hubdach oder ein festes Hochdach um Stehhöhe zu erlangen.
  • Kederleiste: ist der verstärkte runde Rand eines Tuchs oder einer Zeltplane. Die Kederleiste ist meist am Fahrzeug montiert. Hier kann nun der Keder eingezogen werden.
  • Klappdach: bekannt auch als Aufstelldach, Faltdach oder Hubdach und ermöglichen den Innenraum von kleineren Fahrzeugen im Stand nach oben hin zu vergrößern um Stehhöe und zwei weitere Schlafplätze im Dach zu schaffen. Bekannt sind diese bereits von den ersten Westfalia-Camper auf VW-Basis. Seit wenigen Jahren sind Ausstelldächer auch für Ducato- und Sprinter-Kastenwagen verfügbar.
  • Kompaktmobil: sind besonders kleine Reisemobile, welche ausnahmslos alltagstauglich sind. Durch die geringe Größe muss man jedoch Abstriche in Sachen Komfort machen.
  • Kompressor: erzeugen Druckluft und werden zum Befüllen von Reifen oder Luftfederungen verwendet.
  • Kontrollboard: ist ein anderes Wort für Bedienpanel. An ihm können Füllstände abgelesen werden und Elektrik bedient werden.
  • Kühlschrank: Die meisten Wohnmobile sind mit einem Kühlschrank ausgestattet. Dieser funktioniert entweder durch Gas oder durch Strom, es gibt aber auch Modelle die durch beides betrieben werden können.
  • Kurbelstütze: ist eine fest montierte Stützde zur Stabilisation des Wohnmobils im Stand, die mit einer Kurbel herausgefahren werden kann.
  • K-Wert: ist ein Maß der Wärmedämmung und beziffert die Isolationsqualität eines Fensters oder einer Wand.

L

  • Luxus-Wohnmobile: sind oft mit großen Küchen, Bädern und Luxus wie TV, Autogarage, Fußbodenheizung und Slide-Outs ausgestattet bei einer Länge von mehr als 7 Metern.

M

  • Markise: Befindet sich an der Seite des Wohnmobils und nützt vor allem als Sonnen- und Regenschutz.
  • Mautgebühren: In manchen Ländern fallen auf alle oder ausgewählte Straßen Mautgebühren an. Ihre Höhe kann sich auch abhängig vom Gewicht des Wohnmobils unterscheiden.

N

  • Nasszelle: Ein kleiner Raum im Wohnmobil, der die Dusche sowie und die Toilette enthält.

O

  • Offroad: Allradgetriebene Fahrzeuge, die auch außerhalb von befestigten Straßen fahren können z.B. zur Flussüberquerung.

P

  • Parken: Wohnmobile dürfen überall da geparkt werden, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Davon ausgenommen sind Privatparkplätze von Tankstellen, Restaurants, Supermärkten etc. Dort wird die Erlaubnis des Besitzers benötigt.

R

  • Rückfahrkamera: Eine hinten eingebaute Kamera, die dem Fahrer das Einparken erleichtert.

S

  • Solarpanel: Mit Hilfe eines Solarpanels kann bei Sonnenschein für ein Wohnmobil Strom erzeugt werden und über Bordbatterie gespeichert. Es gibt hierbei fix montierte Lösungen auf dem Dach, ebenso mobile Anlagen zum Aufklappen
  • Slide-Out: Wohnmobil-Modelle mit der Slide-Out Option sind besonders in den USA sehr beliebt. Dabei handelt es sich um ein meist seitlich befindliches Abteil, das im Stand ausgeschoben werden kann, um mehr Platz zu schaffen.

T

  • Teilintegriert: Teilintegrierte Wohnmobile basieren auf Basisfahrzeugen, die durch einen Wohnteil ergänzt wurden.
  • Titer Nachweis: Hiermit können Reisende mit Hund den Impfschutz Ihres Tieres bei Grenzübertritt bei Zollkontrollen nachweisen. Dies gilt vorallem für Reisen außerhalb der EU und darf einen bestimmten Zeitrahmen nicht überschreiten. Wir empfehlen sich rechtzeitig vor Reiseantritt über die Einreisebestimmungen eines Landes mit Tier zu informieren. Um dann gemeinsam mit dem Tierarzt entsprechende Blutabnahmen mit Titerbestimmung durch das Veterinäramt vornehmen zu lassen.
  • Toilette: Nicht alle Wohnmobile verfügen über eine Toilette. Es gibt verschiedene Systeme, von klassisch bis ökologisch und können teils nachgerüstet werden. Zu den klassischen Toiletten gehören die Chemietoiletten, welche bei fast allen Modellen verbaut werden. Es gibt aber auch Zerhackertoiletten sowie Trenntoiletten, welche keine Chemie benötigen und somit ökologisch wertvoller sind.

U

  • Unterbodenschutz: Ist meist eine Alu- oder Metallplatte und dient vor allem bei Fahrzeugen mit 4WD zum Schutz vor Steinschlägen von unten. Es gibt für fast jedes Modell den passenden Unterbodenschutz vom Motor bis zum Abwassertank, je nach Anforderung, Geldbeutel und Wunsch.

V

  • Vollintegriert: Bei vollintegrierten Wohnmobilen handelt es sich um Modelle, deren Fahrerkabine und Wohnraum eine Einheit bilden, das heißt, sie sind auf dem gleichen Fahrgestell aufgebaut.
  • Vorzelt: Ein Vorzelt kann im Stand als eine Erweiterung des Wohnraums dienen. Auf vielen Campingplätzen ist das Übernachten im Vorzelt nicht erlaubt.

W

  • Wasserfilter: Ein extrem wichtiges Thema rund um autarkes Reisen außerhalb der EU. Es gibt eine Vielzahl von Herstellern mit unterschiedlichsten Aufgaben sowie Lösungen. Für den normalen Urlaubscamper gibt es vom Silberionennetz über Chlormittel diverse Zusätze die das Wasser weitgehends bakterienfrei halten für längere Zeit. Für Camper die an dubiosen Wasserquellen auf Wasser angewiesen sind müssen hier schon etwas mehr Aufwand betreiben. Hierzu gibt es Wasserfilteranlagen die Chlor, Dreck, Bakterien, Samonellen etc. aus dem Wasser filtern.
  • Wechselrichter: Ein Wechselrichter verwandelt die 12 Volt Spannung der Bordbatterie in 220 Volt Strom um. Hierbei sollte man auf reine SINUS-Wechslrichter vertrauen, da dieser einen gleichmäßigerne Strom liefert.
  • Wohnkabine: Der Wohn-, Schlaf- und Essraum des Wohnmobils. Er kann mit dem Fahrerraum verbunden sein oder ist durch einen Seiteneingang separat zugänglich.

Z

  • Zuladung: Neben seinem Eigengewicht hat jedes Fahrzeug eine maximal zulässige Zuladung. Wird das Wohnmobil überladen, ergeben sich Gefahren durch verändertes Fahrverhalten und die Überlastung der Achsen. Für das Überladen von Wohnmobilen kann die Polizei Geldbußen verhängen.